Gründüngung zur Bodenverbesserung im Garten

19. Juni 2010 | von | Rubriken: Praxis

Wer aus seinem Gartenboden viel herausholen möchte, wird versuchen den Boden zu optimieren. Eine natürliche Form, den Boden zu verbessern, ist die Gründüngung, bei der gründe Pflanzen (daher der Name) aber auch welke Pflanzenreste in das Erdreich eingearbeitet werden. Viele Pflanzen eignen sich für diese Gründüngung und werden extra dafür angepflanzt – sie sammeln Stickstoff und verringern (oder vermeiden) den Kunstdüngerbedarf.

Auf Flächen, die in der nächsten Saison genutzt werden sollen, pflanzt man ideale Gründungungspflanzen an:

Im Gemüsegarten eignen sich Kreuzblütler wie Senf, Raps und Ölrettich nicht so gut, da Krankheitserreger wie Kohlhernie und Nematoden, die viele Jahre im Boden bleiben können, durch diese ‘gefüttert’ würden – und sich später auf Kohl, Radischen und Rettichpflanzen stürzen. Allerdings gibt es hier wieder spezielle Sorten, die den Erregern sogar entgegenwirken.

Auch Ringelblumen und Tagetes begünstigen die Gesundung. Gut geeignet sind Saatmischungen, die für die Gründüngung zusammengestellt. Bekannt ist hier das ‘Landsberger Gemenge’.

Rund um den Obstbaum empfehlen sich die Kreuzblütler dagegen, aber auch Phazelia und Spinat können hier dicht gepflanzt werden – nach 30 Zentimetern Wuchshöhe mäht man sie aber wieder ab.

Gründungspflanzen können, wenn sie frostfest sind, bis zum Oktober ausgesät werden um erst zwei Wochen vor der eigentlichen Pflanzung im Frühjahr in den Gartenboden eingearbeitet zu werden.

Allgemein verstärkt die Gründungung die Bildung von Humus und verhindert, dass zu viele Nährstoffe ausgewaschen werden.

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