Bio, erst recht im eigenen Garten
26. Juni 2010 | von | Rubriken: ÖkologieManche Erdbeere hat mehr Flugkilomter hinter sich, als ihr Esser. Und nach wie vor sind Spritzmittel, fragwürdige Düngung und energiereiche Erzeugung beim Supermarktgemüse keine Seltenheit.
Wer Gemüse und Obst im eigenen Garten anbaut wird deshalb wohl eher auf solche Zutaten verzichten – und schnell zum Biogärtner werden. Tatsächlich nimmt dieser Trend vor allem bei jüngeren Schrebergärtnern zu. Eine andere Behandlung des Bodens, Gründüngung sowie Mulchen und Kompostieren spielen hier eine entscheidende Rolle.
Der Humusboden, also die ersten 20 Zentimeter des Gartenbodens ist entscheidend für das Wachstum unserer Pflanzen, ihm gilt daher die Aufmerksamkeit. Der Fruchtwechsel (also ein abgestimmter Wechsel im Anbau der verschiedenen Nutzpflanzen) und Mischkulturen, pflanzlich gedüngt und reichlich selbst erzeugter Kompost sind eine gute Grundlage.
Natürlich achtet ein biologisch orientierter Gärtner besonders auf die Qualität seines Komposts – sinnlos wäre es, hier Lebensmittelreste und anderes Material mit belasteter Herkunft einzubringen.
Neben der bereits erwähnten Gründüngung kommen Algendünger, Holzasche und Jauche in Frage – Jauche kann hier auch selbst aus Pflanzen und Regenwasser hergestellt werden.
Damit all diese Mühe sich überhaupt lohnt sollte der angehende Biogärtner aber zuvor seinen Boden auf Schadstoffe untersuchen lassen. Dazu nicht nur eine Stelle prüfen sondern mehrere Proben aus dem ganzen Garten entnehmen.
